ars-et-saliva


david p. eiser

zeitraffer  


 

nein danke

die blume, die ich einst pflückte,
vergass ich im dunkel der nacht;
denn nur im lichte des tages
hätt ich an sie gedacht.
 
ich brauch doch das licht und die wärme,
sonst werden die schatten zu schwer.
ich kann ohne sonne nicht atmen,
nicht lachen, nicht leben, nichts mehr.
 
ich kann doch nicht immer nur träumen,
wenn nacht ist ringsumher.
ich will nicht nur vorsichtig tasten
sondern sehen das land und das meer.
 
seh`n möcht ich den wind in den bäumen,
fühlen den schnee im gesicht;
hören, wie schnellzüge rasen...
doch blind sein...möchte ich nicht.




© dpe 1986




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